Chronik 2001 – 2010

2001 überlegte sich der Vorstand des Spielmannzuges, den Kindern aus Ottbergen und Bruchhausen eine musikalische Früherziehung anzubieten. Silke Hirsch und Sandra Wegener erklärten sich bereit die Kinder unter sieben Jahren spielerisch an den Verein zu führen. Dieses Angebot wurde gut in der Gemeinde angenommen und so konnten 11 Kinder an den Spielmannszug gebunden werden. Zum 20-jährigen Bestehen des Vereins machte der Spielmannszug eine Tagesfahrt zum Heidepark Soltau, die dann mit einem gemeinschaftlichen Abendessen und gemütlichem Abend in der Gastwirtschaft Driehorst in Godelheim endete.

Berlin 2003Im Mai 2003 spielte man auf dem großen Bahnhofsfest der Kulturgemeinschaft Ottbergen. Viele Mitglieder nutzten die Möglichkeit, mit einer alten Dampflok nach Northeim und zurück zu fahren.

Im September fand dann die Vereinsfahrt nach Berlin statt. Die Besichtigung eines Bunkers, eine Spreefahrt und eine Führung durch das Stasigefängnis Hohenschönhausen standen auf dem Programm. Die Führung durch das Gefängnis wurde von einem Zeitzeugen, der selbst 4 Monate in dem Gefängnis eingesessen hatte, vorgenommen. Von den Ausführungen des Zeitzeugen waren alle Spielleute so mitgenommen, das auf der Rückreise noch 2 Stunden Ruhe im Bus herrschte.

Hamburg 2005In Jahr 2005 startete der Spielmannszug zu einer dreitägigen Vereinsfahrt nach Hamburg. Die Fahrt in die Hansestadt wurde erstmals in der Vereinsgeschichte mit der DB unternommen. Auch kleinere Probleme bei der Anreise, wie ein Brand in der S-Bahn, konnten uns nicht davon abhalten, unser in einem schönen Stadtviertel gelegenes Hotel, zu erreichen. Es wurden drei schöne Tage in Hamburg mit bestem Bilderbuchwetter. Auf dem Programm standen unter anderem eine Hafenrundfahrt, der Besuch des wohl mittlerweile weltbekannten „Miniatur Wunderland“ in der Speicherstadt, das Gruselkabinett „Dungeon“ und natürlich am frühen Sonntagmorgen der „Fischmarkt“. Ganz besonders möchten wir uns bei unserem Stabführer Heinz Schlüter bedanken, der die Fahrt fast alleine, hervorragend organisiert und ein tolles Programm auf die Beine gestellt hat.

Musikfest 2006Pauke 2006Im Jahr 2006 wurde unser 25-jähriges Jubiläum kräftig gefeiert. Das Fest ging über drei Tage mit zahlreichen Umzügen und Vorspielen. Es begann am 12. Mai und endete am 14.Mai. An diesem Wochenende luden wir alle unsere befreundeten und bekannten Vereine ein, um mit ihnen gemeinsam unser Jubiläum zu feiern. Freitags waren zum Beispiel die örtlichen Vereine geladen, während samstags die Vereine zu uns kamen bei denen wir sonst immer musizieren und unser Geld verdienen. Sonntags waren unsere befreundeten sowie bekannten Vereine da wie auch an den anderen Tagen. Gemeinsam mit unseren Gästen haben wir einen Zapfenstreich, einen Sternenmarsch und weitere Umzüge gemacht. Passend zum 25-jährigen Jubiläum stiftete die Sparkasse Höxter eine neue Pauke. Insgesamt war dies ein sehr gelungenes Fest, was dem Verein zahlreiche neue Mitglieder brachte und die Kritiker überrascht hat.

Auf der Jahreshauptversammlung wählten wir Bruno Oebbeke und Josef Breker zu Ehrenmitgliedern des Spielmannszuges. Josef Breker für seine zahlreichen Filme und Bruno Oebbeke für den jahrelangen geselligen und großzügigen Imbiss nach den Ständchen am Schützenfestsamstag in Ottbergen.

Im Juni 2008 starteten wir in unser Abenteuer Zeltlager. Um 10:30 Uhr ging es auf Fahrrädern vom Wiemers-Meyerschen Hof aus in Richtung Axelsee in der Nähe von Würgassen. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen kamen wir dabei ganz schön ins Schwitzen. Nach einigen Pausen und gefahrenen Kilometern in den Beinen erreichten wir unser Ziel, den Zeltplatz am Axelsee. Von Erholung konnte jedoch zunächst noch nicht die Rede sein, denn als erster Programmpunkt stand das Aufstellen der Zelte auf der Lagertagesordnung, was sich in der brütend heißen Mittagshitze als schweißtreibende Arbeit herausstellen sollte. Danach wurden Schwimmflügel, Luftmatratzen und Schlauchboot aufgeblasen und Groß und Klein stürzte sich in die Fluten des Axelsees.

Axelsee 2008Als einer der Höhepunkte stand am Freitag eine Lagerrallye mit verschiedenen Stationen und Aufgaben auf dem Plan. Am Nachmittag wurden wir dann von einem kräftigen Unwetter überrascht, welches in kürzester Zeit unseren ganzen Lagerplatz unter Wasser setzte und auch an der „Schutzhütte“ in der Nähe unseres Lagers deutliche Spuren hinterließ. Doch gemeinsam überstanden wir auch dieses Erlebnis und so konnte unser Zeltlager nach einigen Aufräumarbeiten ganz normal weitergehen. Echte Spielleute lassen sich nicht einfach so von einem Unwetter vertreiben! Am Abend konnten wir somit wie geplant eine ausgedehnte Nachtwanderung durch die gruseligen Wälder und Wiesen von Lauenförde und Umgebung machen.

Am Samstagmorgen wurden dann mal wieder die „Drahtesel“ gesattelt und wir fuhren gemeinsam an der Weser entlang nach Bad Karlshafen. Ziel war der Minigolfplatz an der Diemelmündung. Dort versuchten wir uns nicht nur im klassischen Minigolfspielen, sondern auch im Jetgolfen. Der Abend wurde dann ein kulinarischer Höhepunkt, da unser „Grillmeister“ sein Arbeitsgerät ordentlich anheizte und uns mit leckeren Würstchen und Grillfleisch verwöhnte. Nach diesem Festmahl wurde bei Liedern und wunderschöner Lagerfeuerromantik bis spät in die Nacht gesungen und sich so einige Geschichten aus der Spielmannszugvergangenheit erzählt…

Erlebnis Bergwerk Merkers 2009Am 16.05. 2009 brachen wir auf zu unserer diesjährigen Vereinsfahrt. Schon am ganz frühen Morgen um 06:00 Uhr trafen wir uns auf dem Wiemers-Meyerschen Hof, um zunächst auf den Bus zu warten, der dann mit ein wenig Verspätung eintraf. Jetzt konnte der Ausflug beginnen. Die zweieinhalb stündige Fahrt führte uns zunächst in das Salzbergwerk nach Merkers. Dort angekommen ging es in einem Fahrstuhlkorb mit rasender Geschwindigkeit über 400 Meter tief unter die Erde. Dort fuhren wir mit Lastwagen durch das unterirdische Labyrinth des Salzbergwerkes. Uns wurde eine super Lasershow in dem größten unterirdischen Konzertsaal der Welt gezeigt, bei der wir uns auch von der fantastischen Akustik überzeugen konnten. Weiter ging es zu dem Goldstollen, einer Kammer, in der die Nazis im 2. Weltkrieg den Staatsschatz versteckt hatten, und zur Kristallgrotte, in der die größten Salzkristalle der Welt gefunden wurden. Nach dem wir um Haaresbreite eine moderne Sprengung überlebt hatten, wurde uns im unterirdischen Museum gezeigt, wie früher das Salz abgebaut wurde. Celina hatte dabei die große Ehre selbst einmal den Bohrer zu schwingen. Nach der anstrengenden Tour unter Tage stärkten wir uns bei einem ausgiebigen Mittagessen und fuhren weiter nach Fulda zur Wasserkuppe. Hier warteten der Rhönbob und die Sommerrodelbahn auf uns und alle fuhren um die Wette den steilen Berg hinunter. Dies war ein totaler Spaß, nicht nur für die Kinder. Nachdem sich alle ausgetobt hatten, traten wir schweren Herzens unsere Heimreise an. Ca 19:30 Uhr waren wir dann wieder in der Heimat und konnten von einer sehr schönen und gelungenen Vereinsfahrt berichten.

Tambourmajor 2010Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2010 wurde Christopher Wallisch als neuer Tambourmajor des Spielmannszuges einstimmig von den Mitgliedern gewählt. Stabführer Heinz Schlüter ist seit 40 Jahren als Spielmann aktiv. Die Tätigkeit als erster Tambourmajor hat er nun nach zwölf Jahren in jüngere Hände gelegt. Der Spielmannszug bedankte sich für die geleistete Arbeit mit einer Bleistiftzeichnung des Höxteraner Künstlers James R. Donnachi. Der weitere Vorstand mit Thomas Brautlecht und Carolin Wallisch als Schriftführer sowie Ralf Specht und Michael Wegener als Kassierer ist von der Versammlung im Amt bestätigt worden.

42 Auftritte hat der Spielmannszug absolviert. Als Höhepunkt führte Heinz Schlüter das Schützenfest in Ottbergen, sowie die Vereinsfahrt zum Salzbergwerk nach Merkers und zur Wasserkuppe in seinem Rückblick an. Ein weiteres freudiges Ereignis ließ der Stabführer Revue passieren. Im vergangenen Jahr wurde bereits die dritte Spielmannszugs-Ehe geschlossen: Die Vorstandsmitglieder Christopher und Carolin Wallisch (geborene Hoppe) haben durch den Verein zusammen gefunden und geheiratet. Nachwuchssorgen werden dem Verein wohl erspart bleiben, bemerkte Schlüter. Sichtlich begeistert erwähnte er zudem den sehr motivierten Nachwuchs des Vereins. Viele Kinder und Jugendliche hätten durch den Spielmannszug die Freude an der Musik und dem Vereinsleben gefunden. Bei den Ehrungen erhielten Tobias Kieneke für 20 Jahre Mitgliedschaft und Florian Nutt für fünfjährige Mitgliedschaft Auszeichnungen.

 

Außerdem fand in diesem Jahr das erste Mal ein Frühlingskonzert der Blaskapelle Godelheim und dem Spielmannszug im Ku-Stall in Ottbergen statt. Zu Beginn spielte die Blaskapelle ihr Konzert, danach der Spielmannszug und zum Schluss wurden noch ein paar Stücke gemeinsam vorgetragen. Dieses Ereignis soll nun alle zwei Jahre wiederholt werden.

 

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